Schon viel(e) erreicht und noch mehr vor

01.04.2017 | Eine viertel Million Haushalte mit geringem Einkommen hat bisher am Stromspar-Check teilgenommen und so ihre Energiekosten um durchschnittlich 150 Euro pro Jahr gesenkt. Die erfolgreiche Initiative des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) und des Deutschen Caritasverbandes (DCV) ist damit das größte Beratungsangebot, das das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert.

Für die Projektpartner ist dabei die Verknüpfung von Klimaschutz in privaten Haushalten und der Bekämpfung von Energiearmut von besonderer Bedeutung: Mit einem Stromspar-Check entlasten Haushalte mit geringem Einkommen nicht nur ihr knappes Energiebudget, sondern leisten auch einen nachhaltigen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen. Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur gelingen kann, wenn möglichst viele Menschen davon profitieren und sich selbst einbringen können.

Im Mittelpunkt der Checks stehen eine Energiesparberatung mit der kostenlosen Installation von Energiespar- und Wasserspartechnik sowie ein Zuschuss für die Investition in ein A+++-Kühlgerät bei Entsorgung des Altgeräts. Dabei beraten umfassend geschulte Stromsparhelfer und Stromsparhelferinnen die Haushalte „auf Augenhöhe“, da sie als ehemals langzeitarbeitslose Menschen die Probleme der Zielgruppe kennen.

So wurden mittlerweile rund 630.000 Menschen in mehr als 150 Städten und Gemeinden erreicht. Und auch die Kommunen profitieren von geringeren Sozialausgaben, denn sie tragen – zusammen mit dem Bund – die Kosten der Unterkunft für Haushalte im Sozialleistungsbezug. Bisher betragen die Einsparungen der öffentlichen Hand rund 63 Millionen Euro. Bis zum Frühjahr 2019 sollen deshalb die Kommunen und weitere lokale Partner dafür gewonnen werden, diese Symbiose aus Klimaschutz und Sozialpolitik mit eigenen Maßnahmen zu unterstützen.

Die CO2-Einsparung summiert sich inzwischen auf über 453.000 Tonnen. Damit ist der Stromspar-Check ein gelungenes Beispiel, wie Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz in allen Teilen der Gesellschaft umgesetzt werden können.

"Kein Geld, kein Strom, keine Wärme"

Die Energiekosten steigen stetig und immer mehr Menschen können sie nicht mehr bezahlen. Der WDR zeigt in einer 30-minütigen Reportage Ansätze zur Hilfe, der Stromspar-Check ist eine davon.