05.09.2013

100.000mal Energie gespart!

Haushalte mit geringem Einkommen können ihren Stromverbrauch um 15 Prozent reduzieren.

Die Aktion Stromspar-Check PLUS für Menschen mit geringem Einkommen hat eine wichtige Schwelle überschritten. Im Juli erhielt der 100.000ste Haushalt eine individuelle Energiesparberatung in den eigenen vier Wänden sowie kostenlose Soforthilfen. Bezieher von Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Sozialhilfe senken nach Berechnungen des Projekts durch eine Teilnahme an dem Programm allein ihren Stromverbrauch um rund 15 Prozent (397 kWh) und sparen etwa 140 Euro Strom- und Wasserkosten pro Jahr ein. Die Kohlendioxid- Reduktion pro Haushalt liegt bei rund 300 kg pro Jahr.

Insgesamt werden durch das Gemeinschaftsprojekt der Caritas und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) langfristig 200.000 Tonnen Kohlendioxid und rund 250 GWh Strom eingespart. Das entspricht der jährlichen Stromerzeugung eines Gaskraftwerkes. Gefördert wird der Stromspar-Check seit Ende 2008 vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Knapp 3.000 Langzeitarbeitslose in mehr als 120 Städten und Gemeinden sind in den vergangenen vier Jahren mit Mitteln des Bundesumweltministeriums zu Stromsparhelfern geschult worden.

Die Stromsparhelfer sind in Zweier-Teams unterwegs und nehmen beim ersten Besuch sämtliche Strom- und Wasserverbräuche auf. Zusammen mit einer Analyse des Nutzungsverhaltens erstellen sie aus diesen Angaben eine individuelle Auswertung und berechnen die möglichen Einsparungen.

Beim zweiten Besuch montieren die Stromsparhelfer in den Haushalten die jeweils sinnvollen Energiesparleuchten, schaltbare Steckdosenleisten oder Strahlregler für die Wasserhähne im Wert von durchschnittlich 70 Euro. Insgesamt sind bisher 1,2 Millionen Energiesparartikel installiert worden, darunter knapp 900.000 Energiesparlampen. Außerdem geben die Stromsparhelfer zahlreiche praktische Hinweise, wie man durch Verhaltensänderungen beim Kochen, Kühlen oder Waschen Strom einsparen kann. Diese Beratung „auf Augenhöhe“ macht den Stromspar-Check zu einer für die Zielgruppe sehr effektiven Hilfe zur Selbsthilfe.

Von dem Einspareffekt profitieren auch der Bund und die Kommunen, die die Kosten der Unterkunft für Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe tragen, dazu gehören unter anderem auch die Aufwendungen für Heizen und Wasser. Über die Lebensdauer der Energie- und Wassersparartikel reduziert der Bund seine Unterkunftskosten Erhebungen des Projekts zufolge um rund 11 Millionen Euro und die Kommunen um rund 14 Millionen Euro. Der langfristig größte Einspareffekt mit insgesamt rund 85 Millionen Euro bleibt jedoch bei den betroffenen Haushalten.

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10 Jahre Stromspar-Check – alles zum Jubiläum!

Vor zehn Jahren startete das Projekt Stromspar-Check in knapp 60 Standorten, mittlerweile gibt es den Stromspar-Check in mehr als 150 Städten und Landkreisen. Wer wie wo unser 10-Jähriges feiert, das sehen Sie hier.