Hartz-IV-Bezieher sparen jährlich 4 Millionen Euro Stromkosten und 14.000 Tonnen CO2 ein

Die Aktion Stromspar-Check hat mittlerweile mehr als 50.000 Haushalte erreicht

Eisenach und Stralsund sind zwei neue Standorte im bundesweiten Projekt Stromspar-Check. Ab August können auch Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld in Bad Oldesloe, Eutin und Magdeburg mit einem Stromspar-Check ihre Energie- und Wasserkosten um durchschnittlich 126 Euro pro Jahr senken. Einsparungen, die gerade für Menschen mit geringem Einkommen besonders wichtig sind, denn auch wenn die Grundsicherung Anfang des Jahres um 5 Euro erhöht wurde, so ist im Regelsatz immer noch zu wenig Geld für Strom enthalten.

In mehr als 80 Städten und Kreisen sind zurzeit rund 650 geschulte Stromsparhelfer im Einsatz. Sie ermitteln und analysieren den Energie- und Wasserverbrauch der Haushalte vor Ort, bauen kostenlos Energiesparartikel ein und geben Tipps zur Nutzung sowie zum energieeffizienten Verhalten. 162 dieser ehemaligen Langzeitarbeitslosen haben zudem eine Prüfung zum „Serviceberater für Energie- und Wasserspartechnik“ vor der Handwerkskammer Rhein-Main abgelegt und verbessern somit auch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Mittlerweile profitieren bundesweit mehr als 50.000 Haushalte und das Klima vom Stromspar-Check: Jeder Haushalt reduziert mit seinen neuen Energiesparlampen, schaltbaren Steckerleisten oder Zeitschaltuhren die Stromkosten um 13 Prozent. Steigende Strompreise können so zumindest teilweise aufgefangen werden. Auch die Kommunen profitieren vom Stromspar-Check, da sie die Wasser- und Heizkosten von Hartz IV-Empfängern tragen. Langfristig werden mit jedem Check mehr als zwei Tonnen Kohlendioxid eingespart, das sind insgesamt mehr als 110.000 Tonnen weniger CO2-Emmissionen.

Die Aktion des Deutschen Caritasverband und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) verbinden so arbeitsmarktpolitische, sozialpolitische mit umweltpolitische Ziele und findet mittlerweile auch auf europäischer Ebene große Aufmerksamkeit. Im Frühjahr wurde das Projekt Stromspar-Check in Brüssel für den „Sustainable Energy Europe Award“ nominiert.

Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Klimaschutzinitiative geförderte Projekt findet immer mehr Nachahmer: 20 kommunal finanzierte Initiativen sind im den vergangenen Monaten gestartet und das Interesse wächst stetig.

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Telefon, Video-Chat und Sprechstunde: neue Beratungsangebote

Der Besuch zuhause ist der Normalfall in unserem Angebot. Zusätzlich zur persönlichen Beratung im Haushalt bieten unsere lokalen Stromspar-Check-Büros aber auch telefonische Beratungen oder offene Sprechstunden (beispielsweise im Sozialkaufhaus) an, fallweise auch Video-Chats ... [weiterlesen]